
Köln-Marathon: Richard Ringers Solo-Lauf mit Streckenrekord
Beim Straßenlauf am 4. Oktober in Köln gingen über die Halbmarathon-Strecke bei idealem Wetter rund 17.000 Läuferinnen und Läufer an den Start. An ihrer Spitze, und zum ersten Mal in Köln dabei, lief Richard Ringer ein einsames Rennen. Anfangs begleiteten ihn noch zwei Pacemaker, aber nach sieben Kilometern fiel Eric Nzambimana (Burundi) zurück und nach der Hälfte der Distanz strich Andrew Fyfe (Großbritannien) die Segel. Trotzdem hielt Richard das Tempo konstant hoch und siegte mit großem Vorsprung von über einer Minute vor dem Leverkusener Jona Dodirsky. Nach ziemlich gleichmäßigen 5-Kilometer-Abschnitten (14:36 Min., 14:38 Min., 14:41 Min. und 14:40 Min.) lief er auf dem rotem Teppich nach 21,1 Kilometern und 1:01:48 Stunden über die Ziellinie. Die angepeilte Verbesserung des 16 Jahre alten Streckenrekords (1:03:00 Std.) gelang sehr deutlich. „Die Zeit war besser als ich gedacht hatte und das Tempo schneller als wir wollten.“ Dass die zweite Hälfte für Richard ein “einsames“ Rennen wurde, sah er gelassen. „Ich hatte ja ein Auto vor mir.“ Weniger entspannt war die Anreise am Samstag verlaufen. Am Ende seines Trainingslagers in den Pyrenäen verzögerte sich wegen des üblen Wetters in Barcelona der Rückflug erheblich. So traf Richard erst abends in Köln ein.
Im Marathonlauf über 42,195 Kilometer, der am selben Tag ausgetragen wurden, gingen drei Rehlinger an den Start. Bei den Männern kam Joshua Peter mit 2:56:47 Stunden in der Gesamtwertung unter 7.300 Läufern auf den 242. Platz. In der Klasse W50 wurde Galina Marx mit 3:59:58 Stunden 28. Jürgen Marx erreichte in der M60 mit 3:54:92 Stunden den 40. Platz. Als unfreiwillige Zuschauerin, die wegen einer Erkältung nicht mitlaufen konnte, schildert Christina Schäfer die Atmosphäre im Zielbereich als “sehr stimmungsvoll. Als Richard ins Ziel einlief, waren noch nicht einmal alle Halbmarathon-Läufer gestartet.“