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Sensationeller Deutscher Meistertitel für Alexander Bock

Völlig überraschend hat Alexander Bock am Samstag, 9.4.22, den Sieg bei den Deutschen Meisterschaften im Ultralauf über 100 Kilometer errungen. Der Langstreckler des LC Rehlingen feierte nicht nur einen grandiosen Sieg, sondern stellte in seinem ersten Wettkampf über diese gigantische Distanz mit 6:37:50 Stunden eine Spitzenzeit auf. Nur vier Deutsche vor ihm hatten jemals die Strecke schneller zurückgelegt.  Die 90 Starter in Ubstadt-Weiher (südlich von Heidelberg) mussten 20 mal den 5-Kilometer-Rundkurs um den Hardtsee absolvieren. Alexander Bock gelang dies am besten. Der 29-Jährige, der als Inspekteur der Gleis-Infrastruktur bei der Bahn AG einen Vollzeitjob ausübt, hatte sich seit Januar mit durchschnittlich 150 Wochenkilometern vorbereitet. Meistens zusammen mit Tobias Blum, einem weiteren saarländischen Langstrecken-Ass, der ihm auch jetzt zur Seite stand und ihm nach jeder Runde „das Wasser reichte“. Als Neuling auf dieser Strecke zählte Alexander Bock nicht zu den Favoriten. Auch er selbst hatte sich lediglich vorgenommen, „unter sieben Stunden“ zu bleiben. Aber an einen Sieg war nicht zu denken. „Und mit solch einer Zeit hatte ich auf keinen Fall gerechnet.“ Mit der erstklassigen Leistung hat er die DLV-A-Kader-Norm erfüllt und sich für die Weltmeisterschaft am 27. August 2022 in Bernau bei Berlin qualifiziert. Wie übersteht man eine solche Strapaze? „Knochen und Muskeln geht es erstaunlich gut, nur eine Blutblase am kleinen Zeh, natürlich Muskelkater“, vermeldet er gelassen. „Ich hatte es mir schlimmer vorgestellt.“

Den Rennverlauf kann man dem Bericht von Michael Sommer bei leichtathletik.de entnehmen

Foto: Michael Sommer
Foto: Michael Sommer
Foto: Michael Sommer
Foto: Michael Sommer