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Rehlinger Duo in Amerika

Rehlinger Duo in Amerika

Seit September studieren unsere Nachwuchstalente Miriam Marx und Max Tank in den USA. Nachdem beide bereits mehrere Erfolge bei Deutschen Meisterschaften feiern konnten, wagten sie nun den Schritt sich als „Student-Athlete" in der Amerikanischen College-Liga mit einer starken internationalen Konkurrenz zu messen. Die Universitäten an denen die beiden studieren gehören der Division 1 der NCAA an - der höchsten College Liga in den USA. Durch die finanziellen Möglichkeiten, die den Colleges in den USA zur Rekrutierung von Athleten zur Verfügung stehen, starten in dieser Liga viele Athleten, die auch auf internationaler Ebene erfolgreich sind. Dadurch werden Max und Miriam die Gelegenheit haben sich sowohl im Training als auch in den Wettkämpfen regelmäßig mit Spitzenathleten zu messen. Obwohl die Wettkampfsaison erst im Januar startet, konnten beide nach den ersten 8 Wochen bereits ein Update über ihre Erfahrungen geben.

Max Tank hat sich den Pittsburgh Panthers, dem Sportteam der University of Pittsburgh in Pennsylvania, angeschlossen. Er berichtet, dass Pittsburgh mit Saarbrücken nicht zu vergleichen sei, da dort alles viel größer ist und Pittsburgh deutlich mehr Einwohner hat (Mit 300.000 Einwohnern ist Pittsburgh tatsächlich um einiges größer als Saarbrücken). Auch von seiner Trainingsgruppe ist Max beeindruckt, was bei Gästen wie Brycen Spratling (45,09 Sekunden auf 400 Meter) kein Wunder ist. „Das Training hier ist echt hart, aber es macht Spaß, weil jeder immer Vollgas gibt."

Weniger begeistert als von der Stadt und seiner Trainingsgruppe ist der Bronze Medaillengewinner der U20 EM allerdings vom Essen: „Wenn man versucht gesund zu essen kann man das machen, aber es ist schwierig." Trotzdem Burger und Pizza in der Mensa täglich auf dem Speiseplan stehen, landen auf seinem Teller so meistens Salat und Hühnchen. Die Sprachhürde konnte Max hingegen schon ganz überwinden: „Ich verstehe eigentlich alles, nur in der Uni ist es manchmal schwierig aber insgesamt klappt es."

Auch Miriam Marx fühlt sich in ihrer Trainingsgruppe bei den Portland Pilots, dem Team der University of Portland in Oregon, wohl. „Der Trainer ist toll. Er geht bei der Trainingsplanung sehr individuell auf uns ein und macht uns gar keinen Druck." Lediglich das Maß dessen, wie stark sie in die Gestaltung des Traingsplans einbezogen wird, bedarf etwas Zeit zur Gewöhnung. „Der Trainer fragt uns wie viele Kilometer wir in einer Woche laufen möchten, das habe ich so noch nicht gekannt."

Beim Essen machte die Psychologiestudentin bisher positive Erfahrungen: „Wir haben eine Mensa bei der es immer verschieden Stände gibt: einen mit mexikanischem Essen, einen mit Bowls, eine Salatbar mit Gemüse und Kohlendhydratquellen und eine Ecke mit Pizza und Pasta. Zusätzlich haben wir eine Mensa mit tagesaktuellen Gerichten."

Im Gegensatz zu Max hat Miriam in Deutschland bereits Erfahrungen als Studentin an der Universität des Saarlandes gesammelt. Auch hier bemerkt sie Unterschiede, so wird zum Beispiel eine andere Zitierweise verlangt. Die Dozenten seien allerdings sehr hilfsbereit.

Wir wünschen den beiden viel Erfolg für die kommende Saison und das weitere Semester und sind auf weitere Updates gespannt.