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Erfolgreiches Rehlinger Marathon-Quartett in Frankfurt

    „Ein Tag, der lange in unseren Köpfen bleiben wird“

    Bei den Deutschen Marathonmeisterschaften, die im Rahmen des Mainova-Marathons am 30. Oktober in Frankfurt ausgetragen wurden, bereiteten die Rehlinger Teilnehmer viel Freude. Für Dennis Zimmer und Philipp Stief sollte es der Wettkampf des Jahres werden. Drei Monate lang hatten sie sich mit ausgedehnten Trainingslaufen auf ihr Debüt vorbereitet. Bis dahin war der Halbmarathon für sie das Maximum. Thomas Detzen, der fünf Wochen zuvor seine Bestzeit beim Berlin-Marathon aufgestellt hatte, unterzog sich der Tortur ein zweites Mal in kürzestem Abstand, um ein gutes Mannschaftergebnis zu ermöglichen. Gerhard Ospelt bestritt in der Klasse M55 den ersten Marathon des Jahres.

    Dennis Zimmer schnitt von den Vier am besten ab. Bei optimalen äußeren Bedingungen mit durchschnittlich 10 - 12°C, Sonnenschein und Windstille stellte er sein Anfangstempo genau richtig ein - bei der Halbmarathon-Marke zeigte die Uhr 1:16:07 Stunden an - und wurde auf der zweiten Streckenhälfte nur 58 Sekunden langsamer. Über seine Endzeit von 2:33:12 Stunden war er „nur glücklich“. Bei dem enorm hohen Niveau der Konkurrenz reichte diese Zeit für den 34. Platz. „Es war ein richtig tolles Erlebnis und eine "geile" Erfahrung“, fasste er den erfolgreichen Lauf zusammen.

    Sein Trainingspartner Philipp Stief, der bisher seine größten Erfolge auf der Mittelstrecke und über 5.000 Meter gefeiert hatte, legte den Halbmarathon in 1:14:48 Stunden zurück. Das hohe Tempo in einer 20-köpfigen Läufergruppe um die spätere Deutsche Vizemeisterin Mona Stockhecke (Hamburg) hielt er bis Kilometer 35 durch. Dann wurde es für ihn extrem hart. Nur aus Pflichtbewusstsein gegenüber seinen Mannschaftskameraden schleppte er sich auf den letzten Kilometern zur Frankfurter Festhalle, wo ihn der Zielstrich nach 2:35:09 Stunden erlöste. 1:20:22 Stunden brauchte er für die zweite Hälfte. Die Schmerzen dauerten nicht lange an. Anschließend, bei einem großen Bier in einer Pizzeria, waren alle Strapazen wieder vergessen und beide waren sehr zufrieden. „Was für ein Erlebnis! Der Tag wird lange in unseren Köpfen bleiben“, schwärmte Philipp Stief von seinem ersten Marathon-Abenteuer.

    Thomas Detzen konnte so kurze Zeit nach seiner Berliner Bestleistung das damalige Ergebnis natürlich nicht wiederholen. Er legte die beiden Hälften in 1:22:35 und 1:26:13 Minuten zurück. Mit der Endzeit von 2:48:47 Stunden trug er aber zum guten Mannschaftsergebnis bei. In seiner Seniorenklasse M35 wurde er 16. Das LCR-Team landete nach Addition der drei Einzelzeiten mit 7:56:12 Stunden unter 60 gewerteten Mannschaften auf dem 12. Platz und setzte sich an die Spitze der saarländischen Bestenliste.

    Gerhard Ospelt startete in der Klasse M55 und freute sich über seine Leistung von 3:10:47 Stunden. In Wirklichkeit (netto) war er sogar 3:09:01 Stunden (und damit Bestzeit) gelaufen. Aber aus nicht nachvollziehbaren Gründen wird bei Deutschen Meisterschaften die Brutto-Zeit gewertet – zum Nachteil derjenigen, die wegen der Läufer-Massen erst lange nach dem Startschuss über die Startlinie laufen können.

    Betreut wurde die Rehlinger Delegation von Wolfgang Koch, der nicht nur Lauftrainer ist, sondern auch erfahrener Marathonläufer mit einer Bestzeit von 2:21:58 Stunden. Sein Urteil über seine Schützlinge: „Für den ersten Start über diese Strecke haben die beiden das sehr ordentlich gemacht.“ Und Philipp Stief blickt optimistisch in die Zukunft: „Die Vorfreude auf den nächsten Marathon ist bereits groß.“

    Das Foto zeigt (v.l.) Thomas Detzen, Philipp Stief, Wolfgang Koch, Dennis Zimmer und Manfred Komenda vom TV Lebach

    Lutwin Jungmann