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2021 wieder Weltklasse in Rehlingen! (Teil 2)

    Kugelstoß-Elite Deutschlands am Start

    Der zweifache Weltmeister, dreifache Europameister und Olympia Silbermedaillen-Gewinner David Storl (SC DHfK Leipzig, 22,20 m), der bereits 2014 beim 50. Pfingstsportfest mit 21,15 m siegte, musste inzwischen leider verletzt absagen. So wird der luxemburgische Landesrekordhalter Bob Bertemes (C.A. Beles), der mit seiner Bestleistung von 22,22 Metern zu den besten Kugelstoßern Europas gehört, möglicherweise das Kugelstoßerfeld beherrschen. Hinter dem Favoriten steht ein ausgeglichenes Feld mit den besten Kugelstoßern Deutschlands. Unter ihnen befindet sich Lokalmatador Valentin Moll. Der U23- EM-Finalist und Saarlandrekordhalter wird sich mit dem Deutschen Meister von 2019, Simon Bayer (VfL Sindelfingen, 20,26 m), dem 6. Der EM 2016 Tobias Dahm (VfL Sindelfingen, 20,42 m) sowie den 20-Meter-Stoßern Christian Zimmermann (Kirchheimer SC, 20,09 m) und Jan Josef Jeuschede (TSV Bayer 04 Leverkusen, 20,06 m) messen. Komplettiert wird das Feld durch Eric Maihöfer (VfL Sindelfingen, 18,88 m). Das deutsche Toptalent dominierte in den vergangenen beiden Jahren die Altersklasse U20 mit Stößen der 6-Kilo-Kugel über 20 Meter und darf dieses Jahr zum ersten Mal bei den Männern zeilnehmen. (T.S.)

    1.500 Meter Frauen

    Rehlinger Asse gegen internationale Konkurrenz

    Von den 15 Läuferinnen aus fünf Ländern, die auf der 1.500-Meter-Startliste verzeichnet sind, kommen fünf aus Deutschland. Zu den ambitionierten Mittelstrecklerinnen gehören zwei Rehlingerinnen. Vera Hoffmann wurde 2020 Dritte der Deutschen Hallenmeisterschaften und steigerte im letzten Sommer ihre Bestleistung auf 4:11,44 Minuten. Ihre 19-jährige Vereinskollegin Sara Benfares wurde 2019 Deutsche U20-Meisterin. Sie demonstrierte am 8. Mai 2021 im Bungertstadion ihre ausgezeichnete Form, als sie über 3.000 Meter mit 9:03,09 Minuten Vera Hoffmann den Saar-Rekord abjagte. Favorisiert an Pfingstsonntag sind andere. Über die besten Vorleistungen verfügen die Kenianerin Edinah Jebitok (4:05,23 Min.), die Berlinerin Caterina Granz (4:05,60 Min.) und die Tschechin Kristina Maki (4:06,61 Min.).

    Hochsprung Frauen

    EM-Dritte will wieder hoch hinaus

    Marie Laurence Jungfleisch (VfB Stuttgart) konnte das Corona-Jahr 2020 zur Rehabilitation nutzen und sich von einer Achillessehnenverletzung erholen. Die Norm für Tokio hat sie bereits überboten. Bis zu den Olympischen Spielen will die 2-Meter-Springerin wieder richtig fit sein und an frühere Leistungen anknüpfen, wie beispielsweise ihren dritten Platz bei den Europameisterschaften in Berlin 2018.

    Mit ihrem Sprung ins WM-Finale 2019 hat auch Imke Onnen (Hannover 96) das Ticket für Tokio bereits gelöst. Sie will in dieser Saison ihre Bestleistung von 1,96 Metern angreifen und hält einen Sprung über 2 Meter im Olympiajahr durchaus für möglich.

    Alexandra Plaza (LT DSHS Köln) hatte 2017 das Kapitel Leistungssport bereits beendet – nach einer Hochsprung-Auszeit kam sie dann zurück. In diesem Winter wurde sie Deutsche Hallenmeisterin. Die Kölnerin hat zwar als Geschäftsführerin eines Fitnesstudios eine enorme Doppelbelastung, doch sie fühlt sich fit und hat ein klares Ziel: Die Latte soll in dieser Saison liegen bleiben, wenn sie 1,90 Meter überquert.

    Mit Karyna Demidik erhalten die deutschen Springerinnen starke internationale Konkurrenz. Die Weißrussin hat eine Bestleistung von 2,00 Metern, wurde 2019 bei den Weltmeisterschaften in Doha Sechste und 2018 U20-Weltmeisterin. Das Zeug für 2 Meter hat auch die Ukrainerin Kateryna Tabashnyk. Die Junioren-Europameisterin aus dem Jahr 2013 übersprang in diesem Winter 1,99 Meter. (Chr. B.)

    Hochsprung Männer

    Was macht der Europameister?

    Der Hochsprungwettbewerb verspricht auch in diesem Jahr viel Spannung. Am Start ist beispielsweise Europameister Mateusz Przybylko (TSV Bayer 04 Leverkusen), der bei den Hallen-Europameisterschaften noch mit einer Fußverletzung zu kämpfen hatte und nun an seine Erfolge aus der Vergangenheit (Bestleistung 2,35 Meter) anknüpfen will.

    Bei den Hallen-Europameisterschaften überzeugte Tobias Potye (LG Stadtwerke München) mit übersprungenen 2,26 Metern und dem vierten Platz. 2019 hatte der 25-Jährige aufgrund einer Knieverletzung keinen einzigen Wettkampf bestreiten können – in diesem Sommer will er nach einem Olympiaticket und den 2,30 Metern greifen.

    In Rehlingen startet auch der Universiade-Weltmeister aus dem Jahr 2017, Falk Wendrich (LAZ Soest). Seine persönliche Bestmarke im Hochsprung liegt bei 2,29 Metern – auch er will zu Olympia.

    Wie hoch hinaus es für den jungen Ukrainer Oleh Doroshchuk und den Niederländer Amels Douwe im Bungertstadion gehen wird, bleibt mit Spannung zu erwarten. (Chr. B.)